Das Bajocium von Auerbach und Edelsfeld
 
(zusammengestellt von Thomas Krieger, Nabburg)
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Einleitung     -    Biostratigraphie    -    Beschreibung Seite:  1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11 -    Literatur

3.1 Cephalopoda
(humphriesianum - Oolith)

3.1.3 Ammonitadea – Haploceratacea – Sonniniinae

Sonninia BAYLE, 1878

Die hier vorgestellten Vertreter dieser Gattung stammen sämtlich aus den sogenannten "Korallenschichten" welche eingangs bereits erwähnt wurden.

Sonninia cf. lotharingica Sonninia cf. lotharingica GILLET
  
Hat wie alle Vertreter der späten Sonninien am Nabelrand bifurcierende Rippen, dieses Exemplar wurde bisher von mir als Dorsetensia hebridica geführt denn ähnliche Exemplare wurden von FERNANDEZ LOPEZ in seiner Arbeit "El Bajociense en la Cordillera Ibérica" auf Tafel 10 Abb. 6-7 abbgebildet. Diese sehen dem hier gezeigten Expl. sehr ähnlich! Die inneren Windungen sind jedoch bei ihm nicht sichtbar und auch die Nabelweite ist etwas geringer. Aber auch sie entsprechen nicht dem Typus von D. hebredica.

 
  
Fo. Degelsdorf  Slg. Wilhelm           < Bild für Vergrößerung anklicken >
Sonninia sp1 Sonninia sp. 1

Diese Sonninia stammt ebenfalls aus dem Grenzbereich also dem Equivalent der Korallenschichten, jedoch wurden in der Fazies keine Korallen gefunden. Grosswüchsige Muscheln und Schnecken der Gattung Pseudomelania zählen zu ihrer Begleitfauna.



Fo. Münchshofen SAD  Slg. Krieger          < Bild für Vergrößerung anklicken >


Dorsetensia BUCKMAN 1892

Kleine bis große, scheibenförmige Ammoniten die im Raum Auerbach erhaltungsbedingt eher klein blieben. Das Genus umfasst Mikroconche sowie Macroconche Arten, die jedoch nicht immer sicher zuzuordnen sind, was neben der Erhaltung auch daran liegt, daß sich Funde dieser Gattung sehr in Grenzen halten. Die hier in zwei Gattungen verteilten Arten finden sich bei verschiedenen Autoren in (M und m), Sonninia, Pelekodites, Witchellia, Nannina und Dorsetensia wieder. Das Stratigraphische Vorkommen erstrekt sich vom obersten Teil der sauzei-Zone bis in den mittleren Bereich der humphresianum - Schichten.
Dorsetensia pinguis Dorsetensia hebridica MORTON
   
Ist eine Übergangsform von Sonninia zu den späteren Dorsetensien und charakterisiert sich dadurch dass sie, wie ihre Vorläufer an der Nabelkante bifurcierende Rippen besitzt. Diese Eigenschaft teilt sie jedoch mit vielen Dorsetensien aus diesem stratigraphischen Bereich, so ist es nicht einfach diese Arten zu erkennen und korrekt einzuordnen.


  
Fo. Fo. Münchshofen SAD  Slg. Ermer     < Bild für Vergrößerung anklicken >
Dorsetensia pinguis Dorsetensia pinguis hannoverana (HILTERMANN)

Im Unterschied zur Art sind die Rippen deutlicher, enger und an der Nabelkante gebündelt. Diese Eigenschaft hat sie mit D. hebridica gemeinsam, was auf eine nahe Verwandtschaft hinweist. Der weitere Nabel ist eine Eigenschaft die sie von der o. g. Art unterscheiden könnte.



Fo. Ohrenbach  Slg. Bauer           < Bild für Vergrößerung anklicken >                                <weiteres Bild>
Dorsetensia hebridica Dorsetensia (Nannina) deltafalcata QUENSTEDT
 
   
Weitnabelige deutlich berippte Art, wird von manchen Autoren zur Untergattung Nannina gestellt. Eindeutig microconche Art, die Abb. zeigtein  ausgewachsenes Expl. mit Mündung und Apophyse.
 


Fo. Ohrenbach  Slg. Krieger           < Bild für Vergrößerung anklicken >
Dorsetensia pinguis Dorsetensia pinguis (ROEMER)

Relativ weitnabelige und weitmündige Art, mit noch deutlicher Berippung.




Fo. Bernricht  Slg. Krieger           < Bild für Vergrößerung anklicken >                    
Dorsetensia liostraca Dorsetensia liostraca liostraca BUCKM.
  
Großwüchsige Art die sich hauptsächlich durch ihren hohen lanzettlichen Windungsquerschnitt ohne deutlichen Absatz des Kiels von den anderen genannten Arten unterscheidet. Die Aussenwindungen sind nahezu glatt. Die drei Unterarten lassen sich nach HUF am besten nach ihrer relativen Naberlweite unterscheiden.Bei  D. liostraca liostraca liegt er bei einem Dm von 5cm bei 18-25% und bei 13cm bei 16-21%.


   
Fo. Zogenreuth Slg. Wilhelm                 
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Dorsetensia liostraca subtecta Dorsetensia liostraca subtecta BUCKM.
  
Wie die Nominatunterart großwüchsig und auf den Aussenwindungen fast
ohne Skulptur, von dieser durch eine etwas grössere Nabelweite und deutlichere
Berippung auf den Innenwindungen zu unterscheiden. Diese Unterart hat mit einer relativen Nw bei 5cm Dm >25%  und bei 13cm immer noch >21% die grösste Nw. der drei Unterarten. Das abgebildete Expl. hat eine relative Nw von 26%

  
Fo. Münchshofen SAD  Slg. Ermer             < Bild für Vergrößerung anklicken >
Dorsetensia liostraca tecta Dorsetensia liostraca tecta BUCKM.
  
Ist die Unterart mit der geringsten relativen Nabelweite diese liegt bei Exemplaren um 5 cm <18% bei einer Grösse bis 13 cm bei <16%.
Das abgebildete Expl. hat eine relative Nw von 18%

 

 
Fo. Bernricht   Slg. Krieger                        < Bild für Vergrößerung anklicken >
Dorsetensia romani Dorsetensia romani OPPEL

Ebenfalls relativ großwüchsige Art die jedoch einen abgesetzten Kiel besitzt. Die Berippung ist sehr flach und am deutlichsten noch unterhalb der Flankenmitte zu erkennen.




Fo. Bernricht Slg. Krieger                            
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3.1.4 Ammonitadea – Haploceratacea – Poecilomorphinae

Poecilomorphus BUCKMAN 1889,

kleinbleibendes Genus, charakteristisches Aussehen daher ist eine weitere Beschreibung nicht notwendig.

Das Vorkommen dieser seltenen Art beschränkt sich auf die nach ihr benannten cycloides - Subzone  der humphresianum - Zone.
Poecilomorphus cycloides Poecilomorphus cycloides (D`ORBIGNY)

ein dicker Hildoceras aus dem Oolith, mehr muß eigentlich nicht gesagt werden.





Fo. Edelsfeld Slg. Gerndt                  
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3.1.5 Ammonitadea – Hammatocerataceae – Oppeliidae


Oppelia WAAGEN 1869,

kleines bis mittelgroßes Genus welches die Makro- sowie teilw. die Mikroconche beinhaltet. Das Gehäuse ist schlank scheibenförmig mit einem recht kleinen Nabel. Die Berippung ist charakteristisch für die Oppelien mit  ihren knapp am  Kiel erscheinenden stark nach vorne geschwungenen Schaltrippen. Es ist jedoch eine Verwechslung mit den in den gleichen Schichten vorkommenden Strigoceraten  möglich und so ist so mancher in der Literatur beschriebener Strigoceras möglicherweise eine Oppelia. Die deutlichsten Unterschiede finden sich, wenn erhalten, im Holkiel der Strigoceraten den Oppelia nicht besitzt, dem deutlich engeren  Nabel von Stri. und wenn man genau hinschaut im Berippungsbild und in der Wölbung der Flanken. Auch die Loben könnten zur Unterscheidung  dienen, sind jedoch meist nicht zu erkennen.

Oppelia subradiata Oppelia subradiata (SOWERBY),

relativ gleichförmige Berippung SR gleichmäßig, PR auch an größeren Gehäusen deutlich sichtbar. 





Fo. Edelsfeld Slg. Krieger                  
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3.1.6 Ammonitadea – Haploceratacea – Strigoceratinae

Strigoceras QUENSTEDT, 1886

ist durch flach-scheibenförmige Gehäuse mit engem Nabel und Hohlkiel gekennzeichnet. Eine Verwandtschaft mit den Oppelien ist schon rein äußerlich zu vermuten deshalb ist die Zugehörigkeit zur Familie der Haploceraten oder Hammatoceraten bei beiden Gattungen nicht völlig gesichert. Allerdings kann es sich bei der grossen Ähnlichkeit auch um einen sog. Konvergenz handeln, wie es bei den rezenten Pflanzen und Tieren auch bekannt ist.
Strigoceras Strigoceras  bessinum BRASIL 1895
 
Flach scheibenförmige Gehäuse mit deutlicher Spiralfurche und relativ gleichförmiger Berippung. Die SR sind deutlich dagegen sind die PR kaum zu erkennen.  Nabel sehr klein, abgesetzter Hohlkiel vorhanden. Mit der Revision von G. SWEIGERT, V. DIETZE, R. B. CHANDLER und V. MITTA sind die Funde aus dem Mittleren Bajocium durchweg zu der Chronospecies Stri. bessinum zu stellen und der Artname egertense (OHMERT) in dessen Synonymliste aufzunehmen.

 
 
Fo. Edelsfeld Slg. Bauer                  < Bild für Vergrößerung anklicken >   <weiteres Bild TK  typische Innenwindungen>
Dorsetensia hebridica Strigoceras symplectum (Buckman)
 
In der oben genannten Arbeit über die genera Strigoceras / Cadomoceras, wird diese Art erst aus dem Subfurcaten - Oolith als Chronospecies beschrieben.
Der gezeigte Morphotyp stammt aus dem "umbilicus - Horizont" und entspricht  der  genannten Art jedoch gut. Übergangsformen aus diesen Schichten können als "
Strigoceras bessinum BRASIL var. symplectum (Buckman)" angesprochen werden.


   
Fo. Edelsfeld Slg. Krieger                  < Bild für Vergrößerung anklicken >          <weiteres Bild  RG  >


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