
Östlich Wölsendorf (1,8 km) wurde mit dem Heinrich-Kocher-Stollen ein weniger mächtiges Flußspat-Vorkommen (der "Kochergang") angefahren. Die Grube wurde am 1. Mai 1937 eröffnet und bis 1952 betrieben und stellt heute mit seinem Besucherbergwerk ein erstklassiges und sehenswertes Geotop dar.
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Der Kochergang fällt mit
etwa 70°-80°
nach Südwest ein und hatte ein Mächtigkeit von 80 cm bis 1,5
Meter, wobei die mittlere Gang-Mächtigkeit schon über einem
Meter
lag. Später versuchte man in größerer Tiefe (70 Meter
Sohle
des Marienschachtes) durch einen Querschlag diesen Gang weiter
abzubauen,
jedoch blieb es wegen zu geringer Spat-Mächtigkeit (10-20 cm) in
dieser
Teufe beim Versuch. Aufgefahren wurde der Kochergang hierbei auf gut 20
Meter. Anderen Angaben zufolge wurde eben nicht der Hauptgang
querschlägig
angefahren (der wäre noch 20 Meter entfernt gewesen) sondern ein
eher
unbedeutender Nebengang untersucht...
Das Bild links zeigt einen Blick in die (Haupt-) Gangspalte mit dem hier etwa 1/2 Meter mächtigen Flußspatgang in der Mitte. |
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Trocken und problemlos kann heute der Kocherstollen besichtigt werden. Ab dem Stollenmundloch geht man etwa 250 Meter ebenerdig und schnurgerade zum "Bahnhof", wo sich der Stollen verzweigt. Wenigstens die gleiche Stecke ist dann ebenfalls gut begehbar, wobei man daran arbeitet auch noch weitere Teile zugänglich zu machen. Die Bilder links aus dem Stollen entstanden bei einer Begehung am 16.08.2003. |
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Heute ist der Stolleneingang (des
alten Kocher-Stollens)
durch den Bergknappenverein Marienschacht- Wölsendorf (Vorstand
Fritz
Held)
wunderschön hergerichtet und eine touristische Attraktion für
den Besucher (man folge der Beschilderung im Ort Wölsendorf). Etwa
500 Meter des alten Stollens wurden freigelegt und 1995 und 1999 zur
Begehung
freigegeben, zugleich wurde eine Schutzhütte errichtet.
Eine Stollenbesichtigung ist (sogar für Rollstuhlfahrer) auf ebenem Weg problemlos möglich. Dabei wird sachkundig geführt und die Abbaumethoden und Geräte vorgestellt. |
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Violetter Flußspat, tiefschwarzer Stinkspat (auch Oktaeder), seltener graugrüner Fluorit, Baryt, wenige Erz- und Uranmineralien (besonders Torbernit), das ist alles, was man heute vom "Kocher-Gang" in den Sammlungen sehen kann. Als Raritäten gelten die cm-großen, violetten, von Quarz (weiße Kristallrasen) überwachsenen Oktaeder, die zeitweise auftraten. Früher kaum Beachtung fanden Perimorphosen (häufig nach Kalkspat ) und Pseudomorphosen von Quarz nach Fluorit (-Oktaedern). Aus dem Kocherstollen stammen aber auch gute grüne Flußspatkristallstufen (siehe Fundstück des Monats fdm26.htm). Mehr zu den Mineralien vom Kocherstollen auf den Wölsendorf-Seiten von Berthold Weber unter www.berthold-weber.de/w_kocher.htm. |
Der Bergknappenverein Marienschacht Wölsendorf e.V. Hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Geotop in Form eines Besucherbergwerks zu erhalten und auszubauen.
Besichtigt werden kann der Kocherstollen von März bis Oktober jeweils am dritten Sonntag im Monat.
Eintrittspreis:
für Erwachsene 3 Euro,ACHTUNG: Aktuell (8/2009) kann der Stollen nicht besichtigt werden (eine Strecke ist verstürzt, mit Wiedereröffnung ist nicht vor 2010 zu rechnen)
Jugendliche 1.50 Euro,
Gruppen nach Anmeldung unter Tel.: 09675-619
(Stand 8/2003).
Literatur:
(Fast) alle Literatur zu Wölsendorf unter: http://www.berthold-weber.de/w_liter.htm
Links:
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