Im "Haus der Heimat", in Pleystein ist seit 1967 die
sehenswerte
Regional- Mineralien-Sammlung mit dem Schwerpunkt Mineralien aus den
Pegmatiten
von Pleystein, Hagendorf (-Nord und -Süd), sowie Schaustücken
aus vielen weiteren Fundorten im näheren Umkreis von Pleystein
untergebracht.
![]() Die Ausstellung in zahlreichen Vitrinen und Schau-Tischen zeigt etwa 2000 Exponate |
Die Mineraliensammlung ist nach Fundorten sortiert.
Zahlenmäßig
am stärksten sind die Phosphatmineralien aus Pleystein, und
Hagendorf
vertreten. Es ist höchst erfreulich, daß nur wenige Meter
(bzw.
km) vom Fundort entfernt so seltene Phosphatmineralien wie Strengit,
Phosphosiderit,
Phosphophyllit, Hagendorfit, Zwieselit, Rockbridgeit, Beraunit,
Strunzit,
Tavorit, Hureaulith usw. besichtigt werden können. Die Vorkommen
von
Hagendorf-Süd, und Hagendorf-Nord sind bekanntlich ausgebeutet und
unzugänglich, der Pleysteiner
Kreuzberg steht unter Naturschutz, so daß Funde von dort
nicht
mehr zu erwarten sind. Und, da in Privatsammlungen (wenn
überhaupt)
nur Einzelstücke liegen, kann man mit Fug und Recht behaupten,
daß
diese Sammlung die bedeutenste zu den Fundstellen von Pleystein und
Hagendorf-Nord
darstellt.
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Phosphosiderit (violett), ein seltenes Phosphatmineral vom Kreuzberg/Pleystein. Das graugrüne Mineral ist Rockbridgeit, ebenfalls ein Phosphat, hellgrau ist der Quarz, in dessen Drusen diese Mineralien kristallisierten. Bildbreite etwa 10 cm. |
Beeindruckend für Mineraliensammler unserer Tage sind die Funde aus früherer Zeit, von Fundorten, die heute keiner mehr kennt. Möglicherweise könnte sich hier auch heimische Sammler Anregungen zu "vergessenen" Fundstellen holen. Einige herausragende Schaustücke:
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Die Sammlung im Haus der Heimat in Pleystein geht auf die Funde des Pleysteiner Bürgers Ferdinand Lehner (1868-1943) zurück, der seine umfangreiche Sammlung der Stadt vermachte. Lehner wurde in Fachkreisen hoch geachtet, so daß ein Mineral "Lehnerit" nach ihm benannt wurde. Und das gleich zweimal: Das erste als "Lehnerit" benannte Mineral wurde nämlich kurz zurvor anderenorts gefunden und mit dem Namen "Ludlamit" belegt, weswegen der Mineralname "Lehnerit" zurückgezogen werden mußte. Nach vielen Jahren konnte dann Prof. A. Mücke (Berlin) 1988 erneut eine Mineral (einen Uranglimmer aus Hagendorf) Lehnerit benennen. Und dieser Name hat heute als einer von ca. 4000 weltweit bekannten Mineralarten festen Bestand. |
Besichtigung:
Links: